Norwegen 2009
Posted on 31. Jul, 2009 by Markus Schabel in Tauchen, Wandern
Der diesjährige Sommerurlaub ist vorwiegend von Norwegen geprägt. Das ist auch nicht anders zu erwarten, wenn man fast ein Monat dort verbringt. Es ist jedenfalls ein sehr schönes Land – viel Meer und Berge, sehr schön zum Wandern, auch zum Tauchen war es ganz in Ordnung, und einen Modellflugplatz haben wir auch gefunden.
Nach einer längeren Anreise quer durch Deutschland (mit einem kurzen Zwischenstopp im Hubschraubermuseum Bückeburg) und dann noch durch Dänemark durch nach Frederikshavn beginnt der Norwegenurlaub eigentlich mit der Fähre von Frederikshavn nach Oslo (die Tage oder Bilder anklicken um mehr Informationen, Bilder oder GPS-Logs zu sehen):
Tag 00
Der Beginn des Urlaubs: mit der Fähre von Frederikshavn nach Oslo (bei 9 Stunden Fahrzeit ist das schon ein bisschen mühsam, vor allem wenn die Überfahrt tagsüber stattfindet, sonst hätte man ja schlafen können) mit anschließender Campingplatzssuche (die bei Utvika Camping in Krokkleiva geendet hat).
Tag 01
Weiterfahrt mit dem Auto nach Lofthus am Låtefoss vorbei (der direkt an der Straße endet, sodass hier auch ein entsprechender touristischer Andrang herrschte) – Wasserfälle gibt es in Norwegen wirklich massenhaft, das wird sicher nicht der letzte gewesen sein.
Tag 02
Unserer erste größere Wanderung direkt vom Campingplatz in Lofthus über die Mönchstreppen auf die Hardangervidda (ein schönes und sehr weitläufiges Hochplateau) hinauf und natürlich auch wieder hinunter, eine Wanderung die mich ziemlich geschlaucht hat.
Tag 03
Weiterfahrt mit dem Auto zum Vøringfossen (Norwegens berühmtester Wasserfall, der direkt mit dem Auto erreichbar ist, woran auch die Berühmtheit liegen muss) mit anschließender kurzer Wanderung zum Valurfoss (den ich persönlich interessanter als den Vøringfossen fand).
Tag 04
Eine längere Fahrt mit dem Auto, vom Vøringfossen über den Tvindefossen (jaja, noch ein Wasserfall) und den Aurland Lookout (den ich ja auf jeden Fall besuchen wollte, wobei sich das auch nur auszahlt, wenn er irgendwie halbwegs am Weg liegt) nach Olden am Fuße des Jostedalsbreen.
Tag 05
Zwei Gletschertouren: einerseits zum Kjendalsbreen, der fast mit dem Auto zu erreichen ist (und man dann auch nicht wirklich viel näher herankommen kann) und dann zum Bødalsbreen, der durch eine etwa eineinhalbstündige Wanderung zu erreichen ist (hier wären auch entsprechende Touren über den Gletscher möglich gewesen).
Tag 06
Fahrt und kurze Wanderung zum Brikdalsbreen (die ganz faulen können sich dort sogar mit einem “Troll-Taxi” bis zum Gletscher führen lassen – dadurch ist der Gletscher auch sehr von Japanern überlaufen gewesen) sowie anschließender Weiterfahrt auf die Vogelinsel Runde.
Tag 07
Die Vogelinsel Runde: wir haben eine Wanderung rund um die Insel gemacht, wobei wir natürlich auch den Vogelfelsen besichtigt haben, wo wirklich unendliche Mengen von Vögeln nisten und herumfliegen. Insbesondere die Papageientaucher fand ich sehr süß, aber es gab auch zahlreiche andere Vögel (kenn mich da ja nicht aus).
Tag 08
Geplant war eigentlich eine Bootsfahrt um Runde, allerdings waren sämtliche Boote bereits ausgebucht, sodass wir gleich zur Tauchbasis Strømsholmen Sjøsportsenter in Atlanterhavsveien bei Vevang weitergefahren.
Tag 09
Der Tauchurlaub beginnt. Wir haben 2 Bootsausfahrten von der Tauchbasis unternommen und beim Tauchen viel Kelp und zahlreiche Schnecken, aber auch diverse Krabben und sogar Hummer gesehen. Zwei sehr schöne Tauchgänge, auch wenn es bei einer Wassertemperatur von nur 9° trotz Trockentauchanzug irgendwann doch kühl wird.
Tag 10
Auch heute wieder zwei Tauchgänge, wobei wir beim ersten Tauchgang ein paar Quallen gesehen haben, die von der Oberfläche aus sichtbaren Robben haben sich unter Wasser jedoch rar gemacht, sodass wir hier leider mit keinen Sichtungen aufwarten können. Trotzdem 2 schöne Tauchgänge, aber noch immer nicht wärmer.
Tag 11
Wir sind wieder aufgebrochen, haben das ganze Tauchzeugs wieder ins (durchaus volle) Auto geräumt und haben uns auf den Weg Richtung Trondheim begeben. In Trondheim haben wir dann eine kleine Besichtigungstour durch die Stadt gemacht, wobei die Stadt durchaus nett ist.
Tag 12
Weiterfahrt von Trondheim zur nächsten Tauchbasis: Flatanger Vannsport, wo wir einen Wohnwagen bezogen haben und gleich einen Tauchgang machen konnten (sehr viele Einsiedlerkrebse). Am Abend wurden wir mit hervorragendem Fisch versorgt.
Tag 13
Auch heute sind wir wieder tauchen gegangen, diesmal haben wir allerdings einen Ganztagesausflug mit einem Fischkutter gemacht und sind 2 Tauchplätze angefahren, die beide sehr schön waren. Am Abend haben wir dann noch versucht ein paar Elche zu finden.
Tag 14
Heute haben wir eine schöne Wanderung über den “Hausberg” der Tauchbasis Flatanger Vannsport gemacht, die Aussicht auf die Küste und die vorgelagerten Inseln genossen und dabei ein paar Birkenpilze gefunden.
Tag 15
Heute hatten wir wieder einen Übersiedlungstag, wir sind von der Tauchbasis aufgebrochen (die übrigens sehr empfehlenswert ist) und weiter Richtung Nationalpark Dovrefjell gefahren (mit einer kleine Pause zum Pilzsuchen, die allerdings heute erfolglos verlaufen ist).
Tag 16
Eine längere Wanderung über das Dovrefjell auf der Suche nach Moschusochsen (leider erfolglos), dafür haben wir zahlreiche Birkenpilze gefunden. Sehr schöne Gegend, für meinen Geschmack aber etwas karg (wenn man mal über die Baumgrenze hinausgekommen ist) – recht “tundrig”.
Tag 17
Auch heute haben wir wieder eine Wanderung am Dovrefjell gemacht, diesmal jedoch eine geführte Tour, in der Hoffnung diese Ochsen dann doch zu finden – was diesmal auch gelungen ist, jedoch sind wir auch jetzt nicht sonderlich nahe gekommen, sodass nicht übermäßig viel von denen zu sehen war.
Tag 18
Am Dovrefjell gibt es auch ein Vogelschutzgebiet, in dem man auch eine gemütliche Rundwanderung unternehmen kann. Diese haben wir heute unternommen, jedoch habe ich dabei mehr Birkenpilze als Vögel zu Gesicht bekommen. War trotzdem eine nette Wanderung. Danach sind wir weiter nach Notundheimen gefahren.
Tag 19
Wir haben uns das Freilichtmuseum in Lom angesehen (ganz nett, aber nicht sonderlich groß) und ebenso das Fjellmuseum in Lom (auch nicht spannender) und sind dann weiter nach Gjendesheim gefahren, wo uns einen Campingplatz gesucht haben.
Tag 20
Der Beseggen-Grat ist wohl Norwegens berühmteste Wanderung (allein schon durch die Erwähnung in Peer Gynt), die sich meines Erachtens am Ende ein bisschen dahinzieht, aber wunderschön entlang eines Grates mit toller Aussicht erstreckt.
Tag 21
Nachdem sich das Wetter heute früh von seiner bescheidenen Seite gezeigt hat, haben wir einen gemütlichen Tag verbracht, mit einem kleinen Spaziergang zur Ridderspranget Klamm, die recht beeindruckend ist. Falls man den Beseggen-Grat wandern will, sollte man den kurzen Abstecher zur Klamm durchaus mit einplanen.
Tag 22
Wir sind über den Jotundheimsvegen (eine nette ungepflasterte und lange Straße) nach Lillehammer gefahren, wo wir uns auf die Suche nach dem Fahrzeugmuseum gemacht haben. Dieses war eher mager, aber wenn man schon dort ist, kann man es sich ruhig ansehen.
Tag 23
Unser letzter Tag. Ich habe mir noch das Flugzeugmuseum am Osloer Flughafen (Forsvarets Flysamling Gardermoen) angesehen, das auf jeden Fall den Besuch wert war, und anschließend haben wir noch eine Tour durch Oslo gemacht, bevor wir auf die Fähre gefahren sind.





